CO2, Feinstaub und Fahrverbot

Was wirklich gegen die Erderwärmung hilft

Was jeder in der achten Klasse lernt, verdrängt man schnell – gerade beim Thema Auto

Wie kommt CO2 eigentlich zustande? Und was ist daran so gefährlich? Eine kurzweilige Einleitung, um mitreden zu können.

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Zu 0,04% in der Luft: CO2 wird von den Pflanzen zu organischer Substanz gespalten.

Seit es Menschen gibt, kommt es aus aller Munde, nach Klimakatastrophen und warmen Wintern ist es in aller Munde: Das CO2, die höchste und energieärmste Oxidationsstufe des Kohlenstoffs, ist ein Endprodukt allen organischen Lebens.

Es besteht aus einem Molekül Kohlenstoff (=C) und zwei Molekülen Sauerstoff (=O). Daher die Abkürzung CO2.

Kohlenstoff, das Element mit der Ordnungszahl 12, ist der Grundbaustein jeder organischen Substanz. Ob Holz, Öl, Benzin, Merrettich, Zucker, Senf, Fett, Menschen, Tiere und Pflanzen: Alles basiert im Wesentlichen auf Verbindungen von Kohlenstoff und Wasserstoff.
Und diese Verbindungen sind sehr energiereich. Es sind neben den Brennstoffen Öl, Gas, Holz auch die sprichwörtlichen Kalorien, die als energiereiche Fettreserve auf den Hüften liegen.

Kohlenstoff kommt in der Natur in zwei sogenannten Modifikationen vor: als Graphit findet er Verwendung in Bleistiften und als Diamant. Letzterer entstand durch extrem hohen Druck im Laufe der Erdgeschichte. Diamanten sind also brennbar, auch wenn Shirley Bassey klangvoll behauptet: "Diamonds are forever"


Von Natur aus nachhaltig

CO2-Bilanz in der Natur

Es entsteht durch Verrottung, Veratmung und Verbrennung in der Natur immer genau die Menge, an CO2, die durch die Pflanzen aufgenommen wird - solange der Mensch in diesen Kreislauf nicht eingreift.

Millionen Tonnen organischer Substanz sind in der Erdgeschichte nicht verbrannt worden, sondern liegen unverbrannt vor: in Form von Kohle, Öl und Gas.
Dies sind die "fossilen Brennstoffe".
Die zügellose Verbrennung dieser Reserven -also die Produktion von CO2 durch Verbrennung von Kohlenstoff- ohne einen Ausgleich zu schaffen, hätte unvorstellbare Auswirkungen auf unser Klima.

Kohlenstoff in diesen reinen Formen kann nur entstehen, wenn organische Substanzen -wie zum Beispiel Holz- unter Luftabschluß über Jahrmillionen einem Abbauprozess unterliegen. Aus den Urwäldern Mittel- und Nordeuropas entsand so die heimische Steinkohle, die zu rund 80% aus Kohlenstoff besteht. Organische Substanzen, die in Anwesenheit von Luftsauerstoff abgebaut werden, bilden CO2.

Es ist also ein natürlicher Kreislauf des Kohlenstoffs:
Organisches Material -wie zum Beispiel eine Pflanze- verrottet oder verbrennt auf natürliche Weise im Buschfeuer, und erzeugt CO2. Dieses CO2 ist für die Pflanzenwelt lebenswichtig: die Pflanzen produzieren daraus mit Hilfe des Sonnenlichtes energiereiche Substanzen, wie zum beispiel Zucker, Stärke, Fette, Öle, Holz usw.


Also ist CO2 ein vollkommen natürlicher Stoff, der in unserer Atemluft zu etwa 0,04 % enthalten ist. Jedes Lebewesen -auch wir- produzieren durch Verbrennung der o.g. Kalorien CO2, welches die Pflanzen wieder in energiereiche Substanzen spalten.

Die Natur und unser Klima ist auf einen CO2 - Gehalt von etwa 0,04 % eingependelt. Ein Anstieg des CO2 - Gehalts hat durch Absorbtion des Sonnenlichtes eine Erderwärmung zur Folge.
Und genau diese Diskussion wird momentan mehr oder weniger sachlich geführt.


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Jedes Auto verbrennt Kraftstoff und erzeugt CO2.

Die Menschen erzeugen durch Verbrennung nicht-pflanzlicher Energie, also der sog. fossilen Energie, mehr CO2, als durch die Pflanzen wieder abgebaut werden kann. Die Erdatmosphäre ist ein fein abgestimmtes System; was an Kohlenstoff zuviel vorhanden ist, liegt in fossiler Form vor, wie eben Kohle, Öl und Erdgas.

Würden wir Menschen also nur mit Holz heizen und nur pflanzliches Material verbrennen, bliebe unsere Atmosphäre im Gleichgewicht.
Daher spricht man bei Brennstoffen aus Pflanzen, wie zum Beispiel Biodiesel oder Sun-Fuel, auch von "nachwachsenen Rohstoffen".


zuletzt geändert am 03.03.2007, 21.43 Uhr
© 2007  Matthias Peters

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