Wiesbaden: die Stadt der Quellen

Schon die Römer speisten ihre Bäder aus den heißen Natriumchlorid-Quellen.

Wo es seit Jahrtausenden dampft und brodelt

Zwei Millionen Liter Wasser sprudeln täglich aus den 26 heißen Quellen der Kurstadt im Bereich des heutigen sog. "Quellenviertels".

[Grafik kochbrunnen am Kranzplatz.jpg]
Der Kochbrunnen (66°C) wird aus 15 Quellen gespeist.
[Grafik andenquellen]
Fontes Mattiaci (Plinius) oder Aquae Mattiacae, wie Ammianus Marcellinus die heilenden Wasser nennt, zeugen neben den Überresten römischer Badehäuser von der Badekultur unserer Vorfahren.

Zuweilen leicht gelblichbraun gefärbt sind die heilenden Wasser vulkanischen Ursprungs.
26 der insgesamt 27 Quellen in Wiesbaden sind echte Thermalquellen (=heiße Quellen).

Größtenteils sind sie zu Brunnen mit öffentlichen Trinkmöglichkeiten zusammengefasst.


Viele der ansässigen Hotels haben zudem ihre eigene Quelle, wie das älteste Hotel Deutschlands: Das Hotel zum Schwarzen Bock. Hier sprudelt die "Drei-Lilien-Quelle". Leider ist der Quellraum im Jugendstil nicht öffentich zugänglich.

So ist auch das Hotel Nassauer Hof -eines der fünf deutschen Grand-Hotels- mit einer eigenen, der "Spiegelquelle" gesegnet. Erwähnenswert ist auch das Hotel zum Bären mit der gleichnamigen Quelle und einladender Badekultur.

[Grafik Heidenmauer]
Heidenmauer am Römertor, ältestes Bauwerk der Stadt.

Eine Sonderstellung nimmt der Faulbrunnen ein. Mit seinen 14°C ist er keine Thermalquelle. Das Wasser des Faulbrunnens ist schwefelhaltig, was ihm seinen Namen verleiht. Am Platz der deutschen Einheit ist eine öffentliche Trinkstelle für dieses Heilwasser mit positiver Wirkung für Galle und Leber.


zuletzt geändert am 20.08.2006, 12.27 Uhr
© 2006  Matthias Peters

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